Übrigens macht es für Tilo Jung wirklich Sinn, den Ausschluss von Warweg aus der BPK zu betreiben
Siehe hier. Denn Jung hat sich die Rolle des Kritik-Gatekeepers erarbeitet. Wenn er die “kritischen” Fragen als einziger stellt, dann entscheidet er, wieviel Kritik zulässig ist, und vor allem auch, welche nicht.
Wenn Warweg dann mit scharfer und echter Kritik kommt, erscheint Jung gegen ihn wie der Journalismus-Gnom, zu dem er sich hat verzwergen lassen, um zum Establishment zu gehören. Er erscheint also gar nicht mehr, oder so klein, wie er heute tatsächlich ist.
Insofern betreibt Jung das Entfernen von Warweg aus seiner eigenen Karriere, wenn er ihn aus der BPK feuern will. Dass das Recht auf Seiten Warwegs ist, stört ihn dabei freilich nicht mehr – denn das interessiert in Deutschland nur noch, wenn es politisch opportun ist. Die Rechtmässigkeit der Verwaltung wurde als Prinzip ganz aufgegeben, und das gilt selbstverständlich auch für scheinbar private Vereine wie die BPK, die durch ihren institutionellen Charakter selbstverständlich Teil des politischen Systems in Berlin ist.