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Übrigens macht es für Tilo Jung wirklich Sinn, den Ausschluss von Warweg aus der BPK zu betreibenG‘schichtn aus‘m Nachbargartn – Folge 41

Beim Kampf um den Rechtsstaat scheiden sich die Geister

Beim Kampf um den Rechtsstaat scheiden sich die Geister | Von Andrea Drescher

Wenn man in Deutschland auf die Einhaltung rechtlicher Vorgaben besteht, wird man schnell als Querulant abgestempelt. Dr. Rudolf King aus München ist ein Beispiel dafür, dass man auch als Einzelner dafür sorgen kann und muss, dass Recht eingehalten wird. Bei der Antisiko-Demonstration von “Macht Frieden” am 14.2.2026 in München wurde er dafür allerdings temporär verhaftet. Für den promovierten Juristen kein Grund aufzuhören. Im Gegenteil. Im Interview vermittelt er den Eindruck, dass er sich schon fast diebisch auf die anstehenden juristischen Auseinandersetzungen freut.

Das Interview gibt's hier. Wenn man Deutschland kennt, amüsiert Kings Verweigerung jeglichen Untertanengeists, und erfrischt die Seele. Grundsätzlich bin ich jedoch der Meinung, dass man Mitmenschen immer am besten mit Höflichkeit behandelt. Das schliesst alle Mitmenschen ein, mit und ohne Uniform. Man behandelt sie eben wie Mitmenschen, ohne jegliche Unterwürfigkeit, aber freundlich und eben höflich. Die Reaktion ist dann meist ebenso freundlich und höflich, was das Leben für alle Beteiligten ein Stückchen schöner macht – und die Welt sicher nicht schlechter.

King hätte also auch zu den Polizisten bei der Kamera gehen können, sich als Rechtsanwalt Dr. King vorstellen, und sie höflich darauf hinweisen, dass sie mit dem Filmen gegen bestehendes Recht verstossen, ggf. mit Hinweis auf die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts und des BVerfG. Möglicherweise wären die Polizisten dann darauf eingegangen, und hätten die Filmerei eingestellt. Zumindest hätten sie vielleicht auf Nachfrage erklärt, woher die Anweisung stammt, sie sollen rechtswidrig filmen, so dass Dr. King die Möglichkeit gehabt hätte, gegen den Verursacher rechtliche Schritte einzulegen. Wäre vielleicht nicht schlechter gelaufen also so, für alle Beteiligten.