Panik in Paris
Der Trick ist alt: Protest zu entpolitisieren, indem man berechtigte Forderungen durch eine Diskussion über die Wahl der Mittel überdeckt. 800.000 Beschäftigte, Schüler, Studenten, Arbeitssuchende und Rentner haben am Samstag in mehr als 110 Städten und Orten in ganz Frankreich gegen die Konsequenzen jahrzehntelanger neoliberaler Politik demonstriert. Ihnen gelang, wovor der Bourgeoisie graust: Der Schulterschluss, die Zusammenführung sozialer Kämpfe. Auf die Straße gingen streikende Schüler und Studenten, die Gewerkschaftsverbände mobilisierten, und linke Parteien riefen zur Unterstützung auf. Mitten drin: Die Gilets jaunes, die Gelbwesten. Eine „neue Etappe“ der Mobilisierung sei das, freut sich der Gewerkschaftsverband CGT.