Gefangen in der Geisterbahn

Wie kaputt Deutschland ist, zeigt sich bei einem Wochenendtrip mit der Deutschen Bahn. Zur Unfähigkeit der „Gastgeber“ kommt noch der lärmende Selbstdarstellungsdrang der „Gäste“ hinzu.
Mit der Bahn quer durch Deutschland. Und das auch noch am berüchtigten Wochenende des AfD-Parteitags in Erfurt. Wer das heutige Deutschland von seiner schwärzesten Seite kennenlernen will, der sollte sich das antun. Ganz unterschiedliche Erscheinungsformen von Wahnwitz und Unvermögen offenbaren sich bei solcher Gelegenheit wie unter einem Brennglas. Da machen sich Verteidiger „unserer Demokratie“ wie Hooligans krakeelend auf den Sitzen breit. Da treiben mitteilungsbedürftige Frauenkränzchen im Konzert mit grotesk kostümierten Regenbogen-People den Lärmpegel ohne jede Rücksicht auf Unbeteiligte nach oben. Hinzu kommt, dass man als ruhebedürftiger Passagier „natürlich“ vom Bahnpersonal von seinem reservierten Sitz vertrieben und in einen andereren, überfüllten Zug gepresst wird, um dann auf unbestimmte Zeit — auf freier Strecke zusammengepfercht mit „Antifaschisten“ und verbal Inkontinenten — ausharren zu müssen. Wer noch Zweifel daran hatte, dass Deutschland demnächst untergeht, der hat sie nach einem derartigen Horrortrip nicht mehr.