Juristen und Journalisten schweigen: Österreichischer Beamtenapparat hat sich die Beobachtung „Andersdenkender“ zur neuen Aufgabe gemacht
Zum Begriff „heterodoxer Extremismus“ finden sich vor seiner Erfindung durch die österreichischen Staatsschützer 2025 keine Spuren in der wissenschaftlichen oder juristischen Literatur. Es handelt sich also um eine Wort-Neuschöpfung und damit um eine neue vermeintlich empirische Kategorie. Das Adjektiv „heterodox“ bedeutet wörtlich übersetzt hetero–doxa, also andere, abweichende Meinung als die herrschende Meinung und kommt ursprünglich aus dem kirchlichen Sinnzusammenhang.
Unter der neuen Kategorie subsumiert der Staatschutz vieles, was anderswo nicht so richtig hineinzupassen scheint: die Konsumption von Alternativmedien, die Übernahme von prorussischen Narrativen, Coronamaßnahmen-Kritik und sogar die Ablehnung von linkem Wokeismus. Die DSN schreibt: „Als Feindbild gilt alles, was vermeintlich ‚links‘, ‚grün‘ oder ‚woke‘ ist.“
Den Bericht gibt's hier. “Heterodoxer Extremismus” ist ein schöner Begriff. Es geht also um Leute, die den Dogmen der Sekte nicht folgen wollen, um Häretiker.