Die Tomatensklaven

Migranten arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen auf den Feldern Süditaliens, um die beliebten roten Früchte zu ernten.
„Pomodoro“ — die Tomate. Sie gilt geradezu als Inbegriff der italienischen Küche und ist beliebt auf der Pizza, als Pastasauce, in Dosen und Tuben konserviert oder frisch im Salat. Wie die roten Geschmacksbomben geerntet und verarbeitet werden, darüber machen sich aber nur die wenigsten Verbraucher Gedanken. Gerade in den Regionen Süditaliens, wo viele legale und illegale Zuwanderer anlanden, hat sich ein System brutaler Ausbeutung etabliert. Tomaten-Erntehelfer leben rechtlos in Ghettos und arbeiten für Hungerlöhne auf den Feldern. Am 26. Januar 2026 abends informierten Christine Voss, eine Journalistin aus Zürich, und Franziska Loepfe über die „Tomatensklaverei in Süditalien“, im Rahmen des Café de la Paix des Schweizerischen Friedensrates. Das Ziel der Veranstaltung war, über soziale Missstände aufzuklären und das Bewusstsein für globale Gerechtigkeit und faire Handelsbedingungen zu fördern (1) (2).
Den Artikel gibt's hier. Schon vor 40 Jahren war der Tomatenabau zu 100 % von der Mafia kontrolliert. Das hat sich wohl nicht geändert. Wer damals ohne Kontrolle der Mafia selbst Tomaten anbauen und verkaufen wollte, dem wurde als erste Warnung noch das Feld abgebrannt. Den zweiten Versuch überlebte man nicht – und vermutlich heute auch nicht.