Ich verstehe nicht, weshalb manche Zeitgenossen denken, wenn sie die Leute beleidigen, die falsch liegen, dann ändern die ihre Meinung
Wenn man jemanden beleidigt, dann geht der Rolladen runter, und die Konversation ist für gewöhnlich beendet. Wenn man einen Mitmenschen überzeugen will, dann benötigt man zuerst einen Draht, der dafür sorgt, dass der Mitmensch einem überhaupt zuhört. Und man muss Interesse wecken, damit das Zuhören nicht nur vorgegeben wird.
Früher dachte ich immer, solche Dinge sind offensichtlich, und für jedermann verständlich. Oder ist es so, dass manche Leute eigentlich gar nicht wollen, dass ihr Zeitgenossen irgend etwas einsehen, sondern sie wollen nur recht haben, und allen zeigen, sie sind die Guten und moralisch weit überlegen?
In dem Fall wär's nachvollziehbar mit den Beleidigungen. Dann bleiben die Bösen die Bösen, man selbst zeigt, dass man zu den Guten gehört, und von den anderen – in diesem speziellen Sinne – “Guten” gibt es dann Lob.
Dann wäre der Shitstorm, den man dafür von den “Bösen” – den Beleidigten – kriegt, nicht nur verdient. Er ist dann geliefert wie bestellt.