Abdul B. wurde im Libanon festgenommen und im Mai wegen Terrorvorbereitung verurteilt – wie konnte er auf freiem Fuß sein?

Nach Informationen der Bild wurde Abdul B. im Libanon festgenommen und nach Deutschland zurückgeführt. Im Mai verurteilte ihn das Amtsgericht wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu einem Jahr und zehn Monaten Haft. Trotzdem befand sich der Islamist zum Zeitpunkt des tödlichen Angriffs auf freiem Fuß.
Abdul B. erhielt nach Informationen der Welt die Weisung, insgesamt 26 Gespräche bei einer Beratungsstelle für Deradikalisierung und Extremismusprävention wahrzunehmen. Anlass sollen Beiträge in sozialen Netzwerken gewesen sein, in denen er seine Unterstützung für eine terroristische Organisation erklärt hatte. Die Weisung war dem Bericht zufolge offenbar noch nicht rechtskräftig.
Die ersten Gespräche am 15. Juni und am 9. Juli nahm Abdul B. deshalb zunächst auf freiwilliger Basis wahr. Ein dritter Termin war für Montag vorgesehen – zwei Tage nach dem Angriff auf den Berliner Christopher Street Day.
Es ist sehr tüchtig von der Berliner Polizei, den Mörder aktiv zu jagen. Sie hätten sonst ja auch einfach warten können bis Montag auf den dritten Beratungstermin.
26 Beratungsgespräche – da wette ich, die werden pro Gesprächstermin bezahlt.