Ägyptische Luftschläge im Sudan: Fokus auf Goldminen
Am 16. Juni 2026 wurden sudanesische Goldminen im al-Ogaidat und al-Ansari im Nordosten des Sudan zum Ziel ägyptischer Luftschläge. Die Abbaustätten befinden sich im Bundesstaat Nilland nahe der ägyptischen Grenze, tief in einem Territorium, das unter der Kontrolle der sudanesischen Streitkräfte (SAF) steht. Eine operative Präsenz der rivalisierenden paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) ist in dieser Region nicht verzeichnet. Dass Ägypten also von der SAF kontrolliertes Gebiet attackiert, scheint auf den ersten Blick paradox. Kairo unterstützt die sudanischen Regierungstruppen im seit 2023 andauernden Bürgerkrieg im Kampf gegen die RSF. Dieser Widerspruch zeigt die hochkomplexen Dynamiken und Interessen in Ostafrika.