Der Krieg des 21. Jahrhunderts

Zwischen nuklearer Abschreckung und digitaler Kriegsführung.
Die Position des Atomkriegs hat sich nicht geändert. Sie ist weiter die der letzten Eskalation. Bisher hat noch keine Atommacht den Einsatz taktischer Atomwaffen offiziell befohlen. Die meisten Leute wissen weiters nicht, dass es Atombomben grob in zwei Grössen gibt: in der Grösse, wie sie die Militärs gerne einsetzen würden – in etwa so gross wie Hiroshima oder Nagasaki. Und in der Grösse der Wasserstoffbombe, die alleine dem Drohszenario der vollständigen Vernichtung dient. Statt Zahlen hier ein etwas eindrücklicherer Vergleich: eine Wasserstoffbombe verwendet eine Hiroshima-Bombe als Zünder. Entsteht nur die Sprengkraft der Hiroshima-Bombe, dann war es ein Blindgänger. Die grosse Bombe haben alle fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates – weshalb sie das Vetorecht haben (sie haben es de facto ja sowieso). Alle anderen Atommächte und Nicht-Atommächte sind dem untergeordnet. Russland, China, USA, UK, Frankreich.
Der moderne konventionelle Krieg (ohne den Einsatz von Massenvernichtungswaffen) ist dem des ersten Weltkrieges ähnlich. Es handelt sich um einen Stellungskrieg, der als Abnutzungskrieg geführt wird. Der Bewegungskrieg, wie ihn die Wehrmacht zu Beginn des zweiten Weltkrieges wieder eingeführt hatte, ist zuende – es besteht heute vollständige Gefechtsfeldtransparenz auf beiden Seiten, und den Drohnen entkommt keiner. Es sterben jedoch wie im ersten Weltkrieg (und den meisten anderen modernen Kriegen auch) die meisten Soldaten durch Artilleriefeuer. Der Abnutzungskrieg besteht heute aus dem Frontlinien-Halten durch Kanonenfutter, und der teilautomatisierter Gefechtsführung mit den beweglichen Elementen der Mittel- und Langstreckenwaffen für Angriffe hinter die Linie, sowie der Spezialeinheiten zum Abschlachten des Kanonenfutters, um durch zu brechen und die Frontlinie zu verschieben. Letztere sind im Wesentlichen eine auf allen Seiten gepflegte Weiterentwicklung der Sturm-Bataillone. Der Blitzkrieg ist längst zuende.
St. Petersburg wurde von NATO-Gebiet aus angegriffen. Um das zu belegen, genügt ein Blick auf die Landkarte. Der Angriff ist vergleichsweise klein, eher ein Nadelstich. Die EU-Führung möchte den Dritten Weltkrieg provozieren, und hofft, dass Russland endlich gegen ein NATO-Land zurück schlägt. Das wäre zwar legitim (immerhin wird Russland von dort aus angegriffen), aber die Massenmedien der EU warten nur darauf, ihre Kriegshetze ins Maximum zu drehen, und zu verkünden, dass seit 5:45 wieder zurück geschossen werde. Die angeblichen “Journalisten” dort stehen Gewehr bei Fuss, um ihre Kriegslügen zu komplettieren. Russland weiss das. Die russische Regierung steht innenpolitisch immer mehr unter Druck, vor allem seit die ukrainische Armee eine russische Schule angegriffen und die Schüler dort absichtlich abgeschlachtet hat, um den Krieg endlich eskaliert zu bekommen. Die Ukraine muss so vorgehen, denn zwar kann sie im Stellungskrieg bisher die Front halten, auch gehen ihr bisher nicht die Munition und der sonstige Nachschub aus, schliesslich sind sie die Fronttruppen der EU (vormals der ganzen NATO), und werden dort in beliebiger Höhe mit beliebigen Schäden für die Volkswirtschaften der EU-Länder beliefert, die im Kriegszustand regiert werden. Jedoch geht der Ukraine das Kanonenfutter aus. Es läuft nicht mehr so gut, im Zweifel einfach Truppen auszuheben, indem man auf offener Strasse Männer entführt. Auch der Nachschub mit Ausländern ist langsam ausgespielt, denn die meisten Freiwilligen aus NATO-Ländern sind nun tot. Südamerika und Afrika sollen es nun als Menschenreservoir richten, man will nun neben den eigenen Waffen-SS-Fans und Neonazis direkt “People of Color” abschlachten lassen, als Kameraden. Die Woke-Sektenideologie soll es richten. Inwieweit das klappt, wird den Krieg entscheiden. Denn geht der Ukraine schneller als dem um ein Vielfaches grösseren Russland das Kanonenfutter aus, hat Russland den Stellungskrieg gewonnen. Entwicklungen wie die Diskussion in Deutschland, dass man nun ukrainische Männer aus der EU direkt an die Front verfrachten will, zeigen, das Problem ist nicht unerheblich. Da Russland auch nicht weiterkommt, wäre es ein geschickter Zeitpunkt für Friedensverhandlungen. Nur leider wollen die Deutschen Revanche für die zwei verlorenen Weltkriege und wollen Moskau endlich brennen sehen. Entsprechend werden zunächst keine ernstzunehmenden Friedensgespräche stattfinden. Die Kriegsgeilheit in der EU ist noch viel zu gross. Man bereitet hier ja vor, den Dritten Weltkrieg als erneut totalen Krieg gestartet zu kriegen. Es lohnt, einfach mal Strack-Rheinmetall oder ihrem CDU-“Wollt Ihr den totalen Krieg”-Pendant Kiesewetter zuzuhören, dann bekommt man schnell einen Eindruck, was im deutschen Fernsehen lanzt.