Gesund ist, was Geld bringt

Mit Impfquoten und Sanktionen für ärztliche Impfmuffel gefährden Krankenkassen das Wohl ihrer Patienten.
Nach der Veröffentlichung von zwei Artikeln zur neuen Vorhaltepauschale für Hausärztinnen und Hausärzte ab 2026 (hier und hier) haben sich zahlreiche Versicherte an ihre Krankenkassen gewandt. Die Sorge: Die neue Vergütungsregelung setzt finanzielle Quoten und Sanktionen, die ärztliche Entscheidungen beeinflussen und damit die Therapiefreiheit sowie das Patientenwohl gefährden könnten. Der Interdisziplinäre Verband für Gesundheitsberufe e. V. (IVfG) hat die Antwortschreiben von inzwischen zehn gesetzlichen Krankenkassen ausgewertet, darunter große Ersatzkassen, Betriebskrankenkassen und regionale Kassen. Die Dokumente finden Sie hier. Die Antworten legen nahe, dass die Krankenkassen kein Interesse haben, die Interessen ihrer Versicherten zu vertreten und beispielsweise dafür zu sorgen, dass Ärzte nicht durch erhebliche finanzielle Anreize in ihren Therapieentscheidungen beeinflusst werden.