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“Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat.” (Rosa Luxemburg)

USA und Ecuador richten Büro des FBI in Quito einwhat's even real anymore?😅

Das Entstehen eines globalen ideologischen Machtsystems

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(Sicherungskopie)

Auch Hopkins sieht seine eigene Ideologie nicht: die des Kapitalismus nämlich. Es ist immer besser, mehr Profit zu machen als weniger, so eines der Dogmen dieser Ideologie. Der Kapitalismus hat auch Werte: es gelten Leute wie Musk als Vorbilder, weil sie mehr Profit machen als andere. Was solche Leute machen, gilt als vorbildlich und nachahmenswert. Der Kapitalismus hat durchaus Werte, wie jede andere Ideologie auch. Seine Ideologie ist kompatibel mit vielen anderen Ideologien – solange sie den Profit vergrössern. Es gibt jedoch durchaus Unterschiede: Beispielsweise verträgt sich Kapitalismus viel besser mit Rassismus als mit der Ablehnung von Rassismus. Das ist der Grund, weshalb die Woke-Sekte einen invertierten Rassismus pflegt. Aus der so erzeugten Ungleichheit lässt sich wieder Macht und letztlich Profit erzeugen. Erst seit die Woke-Sekte überdreht und ihre Dogmen dem Profit eher im Wege stehen, wird sie problematisiert und in dem Feld zurück gedrängt.

GloboCap, wie Hopkins das System nennt, ist ein typisches kapitalistisches System. Ökonomisch gesehen ist es Faschismus, denn es basiert auf Korporativismus, der Verbindung von Staatsmacht mit Konzernmacht. Auch der Primat der Konzernmacht ist nicht neu, und auch nicht das Globale daran: GloboCap funktioniert ziemlich genau wie sein Vorgänger, die Britische Ostindien-Kompanie. Deshalb wird GloboCap auch korrekt als Neokolonialismus und seine Machtetablierung als Refeudalisierung bezeichnet.

Dass das, was “die Wissenschaft” sagt – oder “Unseredemokratie” – gerade nicht mit der Realität übereinstimmt, erzeugt die Spannung. Spannung bedeutet jedoch immer ein Machtgefälle, und Machtgefälle lassen sich immer profitabel ausbeuten. Sie sind erwünscht, ja notwendig. Die Spaltung ist Basis der totalitären Macht, die auf Profitstreben basiert. Diese Macht kann ohne hilflose Gegner nicht bestehen. Sie ist darauf angewiesen, dass jene öffentlich Recht haben und dann verlieren. Wie jedes Machtsystem so muss auch GloboCap die Deutungshoheit führen, und muss selbst eine Autorität sein. Seine Schwächen liegen also genau darin: die Deutungshoheit zu verlieren, und darin, nicht mehr als Autorität gesehen zu werden. Deshalb hat GloboCap auch einen Backup-Plan, der zunehmend wichtig wird, weil die Woke-Sekte verliert, auf die bisher seitens GloboCap gesetzt wurde: dann geht es eben zurück zu den schamlosen Kapitalisten und ihren Verbündeten, den woke-ablehnenden Rechtsparteien. Sie werden GloboCap an der Macht halten, vor allem mit ihrer technokratischen und transhumanistischen Spinner-Sekte. Jene soll, so der Backup-Plan, im Zweifel die Woke-Sekte ersetzen, um GloboCap an der Macht zu halten.

Der Kapitalismus hat auch nicht die Demokratie gebracht; es gibt ja einen Grund, weshalb es Demokratie bisher nur in der Schweiz gab. Der Kapitalismus hat die Republik der Sklavenhalter genutzt um mit der Idee der Gleichheit zu kokettieren (“one man one vote”) und so zu tun, als hätten die anderen auch dieselben Rechte wie die Sklavenhalter-Familien Neu-Englands. Dazu wurde das Konzept der sogenannten “repräsentativen Demokratie” entworfen, eines Oxymorons: die Gleichheit soll angeblich hergestellt werden, indem die Macht jedes Einzelnen auf Vertreter akkumuliert wird. Es war den Kapitalisten klar: jeden Einzelnen zu kaufen wird zu teuer. Also muss die Macht der Einzelnen auf eine verhältnismässig kleine Gruppe übertragen werden, die dann stellvertretend für alle gekauft werden. Es ist die Käuflichkeit, die einen weiteren Wert im Kapitalismus bildet: sie ist erwünscht, ja, als Dogma wird sie immer vorausgesetzt. Kapitalisten können eine Welt nicht denken, in der es auch nur einen lokalen Mangel an Käuflichkeit gibt.

Daher die Verachtung der Kapitalisten für Idealisten und Eierköpfe. Beide werden als defizitäre Menschen, als dumme da schlechte Kapitalisten wahrgenommen, denen die Ohrläppchen für's Geschäft fehlen. Entsprechend kommen sie in den Modellen der Kapitalisten nur als zu manipulierende Trottel oder als zu eliminierende Störfaktoren vor, und werden auch immer so behandelt. Die Existenz solcher Leute hat den Kapitalisten aber auch zu schaffen gemacht, als sie die Woke-Sekte etabliert haben, um die Linke zu kontrollieren. Es blieb ihnen deshalb nichts anderes übrig, als alle Eierköpfe einzuschüchtern, um beispielsweise den Corona-Betrug durchzusetzen, und alle Idealisten zu feuern und kalt zu stellen, um Organisationen wie beispielsweise die Digitale Gesellschaft Schweiz zu übernehmen. Misstrauisch beobachten sie die Idealisten und Eierköpfe weiter: denn sie sind es, die ihre Deutungshoheit gefährden. Allerdings bedeutet ihr Profitstreben auch, dass sie nicht mehr Kosten durch Idealisten und Eierköpfe akzeptieren, als diese es im kapitalistischen Sinne Wert sind. Massnahmen werden nur genehmigt, wenn jene gefährlich für die Deutungshoheit werden, sonst nicht.