Stippvisite der deutschen Gedankenpolizei

Bei dem US-amerikanischen Autor C.J. Hopkins wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt, weil er die Kritik an Corona-Maßnahmen mit Nazi-Symbolen würzte.
Es ist eine alte Debatte: Darf man aktuelle Maßnahmen in formal demokratischen Ländern assoziativ mit dem „Dritten Reich“ in Verbindung bringen? Stellt dies nicht eine Bagatellisierung der damaligen Verbrechen dar? Oder muss man sogar vergleichen, um den Anfängen zu wehren und eine autoritäre Zukunft, die sich andeutet, zu verhindern? Speziell auch wenn Bildsymbole im Spiel sind, gehen die Meinungen darüber weit auseinander, denn diese sind naturgemäß vieldeutig. Die deutschen Behörden verfolgen in solchen Fällen in letzter Zeit eine eher rigide Linie. Wer mit der Symbolik der Hitlerdiktatur „spielt“ — und sei es auch, um seinen Abscheu vor dieser Zeitepoche zum Ausdruck zu bringen —, bekommt mitunter Besuch von der Polizei im Morgengrauen. Und dies, obwohl überfallartige Durchsuchungen, Beschlagnahmungen und Einschüchterung ja auch eine eher „rechte“ Handschrift aufweisen. Unlängst traf es sogar einen bewährten Journalisten und Satiriker, der nicht einmal aus Deutschland stammt: C.J. Hopkins.