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Bei einem Datenleck bei der UK Biobank sind genetische Daten von über 500.000 Freiwilligen verloren gegangenAxels Kriegsakademie

Kinderschutz-Ausstellung in Berlin-Neukölln – Warum die „Epstein Files“ nicht verblassen dürfen

Kinderschutz-Ausstellung in Berlin-Neukölln – Warum die „Epstein Files“ nicht verblassen dürfen

Ein kränkelnder Pottwal scheint gerade groß genug, um den sprichwörtlichen Elefanten im Raum zu verdecken. Kaum ein Bild beschreibt besser, wie eine erschöpfte und verunsicherte Gesellschaft mit unangenehmen Wahrheiten umgeht. Nach Jahren voller Krisen soll man sich nun auch noch mit organisiertem sexuellem Missbrauch durch einflussreiche Kreise auseinandersetzen? Für viele ist das zu viel.

Also richtet sich der Blick lieber auf etwas anderes. Eins nach dem anderen. Der Wal zuerst.

Doch genau darin liegt das Problem. Die dunklen Ecken unseres gesellschaftlichen Bewusstseins verschwinden nicht, nur weil wir sie meiden. Es kostet Mühe, hinzusehen – und noch mehr, darüber zu sprechen. Nicht nur Täter fürchten Aufdeckung. Auch viele andere schrecken davor zurück, die eigenen Gewissheiten infrage zu stellen.

Zwischen Verdrängung und radikaler Erkenntnis liegt ein breites Spektrum. Niemand muss sofort „alles“ sehen. Aber wegschauen ist keine Lösung.

Die Ausstellung „Eyes Wide Open“ in Berlin-Neukölln bietet einen Raum, sich diesem Thema anzunähern – ohne einfache Antworten, aber mit neuen Perspektiven. Kunst kann dort ansetzen, wo reine Moral oft abwehrt. Sie macht sichtbar, was sonst schwer auszuhalten ist.

Am Ende bleibt eine Frage: Wie gehen wir damit um, wenn wir anfangen zu verstehen?

Ein Besuch kann ein erster Schritt sein.

Kinderschutz-Ausstellung in Berlin-Neukölln – Warum die „Epstein Files“ nicht verblassen dürfen