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“Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat.” (Rosa Luxemburg)

“Die EU funktioniert wie eine Diktatur”Das macht gar nichts.

Gift der „Treuhand“ wirkt bis heute

Auf den Artikel „Das westdeutsche Modell kollabiert und der Osten weiß, was kommt“ erhielt die „Berliner Zeitung“ eine Flut von Leserzuschriften, die Johannes Schirrmeister im Blatt als „Sehnsucht nach einer ehrlichen, längst überfälligen Auseinandersetzung mit den Gründungsnarben unseres vereinten Landes“ resümierte. Vor allem aus dem Osten seien Stimmen gekommen, die das Trauma der Treuhand, die „wirtschaftliche Enteignung und entmündigende Transformation in den Jahren nach 1990“, beklagten. Waren in staatstragender Lesart die Abwicklungsorgien der Breuel-Behörde stets als alternativlose Krisenbewältigung verharmlost worden, so veranlasst nun die anhaltende Malaise der bundesdeutschen Wirtschaft auch im tiefen Westen manchen zum Nach-Denken. Dort, wo allzu oft der Vorwurf an eine undankbare, demokratiefeindliche Geschwisterplage „da drüben hinter der Elbe“ echote, brechen sich inzwischen bange Fragen Bahn. Ist der suggerierte Glaube an die wirtschaftliche und moralische Kraft des nach Bonner Maßstäben zusammengeschobenen großdeutschen Bundes zukunftsfähig oder ist er nur noch „Westalgie“ – in altem Denken verhaftete Ratlosigkeit?

Den Artikel gibt's hier.