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Ein RadiointerviewNeusprech.org: Einzelfälle, bedauerliche

Über einen Mutigen, der schlicht auf die Wahrheit hinwies

Rechtsprofessor Andreas Fischer-Lescano brachte Guttenbergs Plagiatsaffäre ins Rollen. Die Ereignisse überrollten auch ihn: Der Jurist fühlt sich beobachtet - und wird mit Hassmails überschüttet.

Die Süddeutsche porträtiert den Wissenschaftler, der im Zuge seiner Arbeit die Doktorarbeit Guttenbergs las, und dem dabei einige der vielen plagiierten Stellen ins Auge sprangen. Prof. Fischer-Lescano hat bisher alle Talkshow-Angebote abgelehnt, schliesslich ist er kein politischer Agitator, sondern Wissenschaftler in genau dem Rechtsgebiet, in das auch Guttenbergs Dissertation fällt. Trotzdem wird er behandelt, als sei das Gegenteil der Fall.

Hier zeigt sich eine besonders traurige Eigenschaft der Bertelsmann-BILD-Bimbesrepublik: wer sich mit der Macht anlegt, und sei es nur, um seiner Wahrheitspflicht als Wissenschaftler zu folgen, wird gnadenlos verfolgt. Was dieser Mann eigentlich verdient hätte, wäre die breite Welle der Solidarität, die die Nachplapperer und leicht Beeinflussbaren dem Falschen, nämlich dem Täter angedeihen lassen.

publiziert Fri, 04 Mar 2011 12:04:24 +0100 #doktorarbeit #gelkäppchen

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